Callingcards

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(Diese Seite handelt von) (SIP-) VoIP-Callingcards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeine Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präambel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit "Callingcards" wurde eine Übersicht erstellt, welche die (SIP-) VoIP-Anbieter zur Nutzung bevorzugt im Unterwegsbereich (keine Notruffunktionalität implementiert) zum Thema hat. Diese müssen allerdings zumindest die Möglichkeit bieten, dass man eine Festnetzrufnummer auf dem Vertrag aufschalten lässt.

Der Vorteil einer "Callingcard" besteht unter anderem darin, dass man das Guthaben (meist Prepaidabrechnung) flexibel und fast an jedem Ort verbrauchen oder runterverbrauchen kann. Suchen Sie stattdessen vordergründig nach einem "klassischen" Anbieter (meist) mit mehr Features und/oder Tarifen, steht Ihnen separat eine kompakte "Home-SIP-VoIP-Anbieter"-Übersicht unter https://www.prepaid-wiki.de/tarife/Flatrate#VoIP zur Verfügung. Anbieter aus letztgenannter Liste, bei denen der Notruf 110/112 abschaltbar ist, werden als Callingcards ebenfalls hier behandelt. Der Abschnitt "MCID" behandelt auch Anbieter aus dem home-Bereich, da das Thema sonst nicht vollständig besprochen würde.

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abkürzungen:
AB = Anrufbeantworter
CF = Anrufweiterleitung
CLIR = Unterdrückung der Rufnummer gegenüber dem Rufziel ("Calling Line Identification Restriction").
CNIP = Eine ursprünglich aus den ISDN-Zeiten kommende Technologie, welche es, sofern vom Anbieter realisiert, ermöglicht, eine Zusatzinformation, typischerweise den Namen des Anrufers, zusammen mit der Rufnummer / den Rufnummern über das (digitale) Telefonnetz zu übermitteln.
CNS = CLIP-no-screening, eine Technologie zum Übermitteln einer beliebigen Rufnummer, diese ("user provided number" oder "personal provided identity" genannt) meistens zusammen mit der dann "network provided number" genannten "echten" Rufnummer des rufenden Anschlusses.
ISDN/MSISDN = Inzwischen veraltete Telefonietechnologie ("Integrated Services Digital Network"), deren Grundprinzipien rund um den Grundsatz der Rufnummernzuweisung (Rufnummer = "MSISDN", sowohl im Festnetz- als auch im Mobilfunkbereich) aber immer noch weiter bestehen.
MCID = Das Darstellen ("Malicious Call Identification", Bezeichnung aus den Zeiten von ISDN) einer unterdrückten Rufnummer.

Beschreibung der Angebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angebote per Handy-App[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Unter anderem https://www.freevoipdeal.com (auch per PC-Software). Eine Telefonnummer kann :hier: zugeordnet werden. Das Angebot gehört zur DELLMONT B.V. (the Netherlands) Gruppe. Es ist zu beachten, dass das Wort "free" nicht wörtlich genommen werden darf, im Sinne von "free of charge" trifft dies bei so genannten Angeboten nur sehr selten zu (Schwelle zu unlauterem Wettbewerb im angelsächsischen Raum nicht überschritten, ähnlich wie bei Grundgebührangaben mit hinzugefügtem Stern bei Plakaten u. ä. welche grundgebührbasierte Telefon-/DSL-/Etc.-Tarife bewerben)
  • BNESIM App (Android o. iOS).
    Es gibt ein Angebot mit SIM-Karte und App und eines nur mit der App. Bei letzterem Betrieb entsteht für eine nicht real existierende (die App verwendet für Anrufe Dummynummern aus dem nicht vergebenen Bereich +8355) Rufnummer keine Gebühr, auch scheint hier die Bezahlung ausschließlich über eine Kreditkarte möglich zu sein. Das Angebot unter https://www.bnesim.com/bnesim-x-infinity-international-sim-card-unlimited-data/ unterscheidet sich von den anderen Angeboten von BNESIM durch den Erhalt von zwei Nummern statt einer Nummer sowie einer angeblichen unbeschränkten Nutzung auch in abgelegenen Lokationen (soweit dies die Großhandelspreise zulassen, eine "fair use"-Regelung ist Vertragsbestandteil, trotz relativ hohen Kosten beim Endverbraucher i. H. v. 149 € monatlich). Wenn man nur die App benutzt, kann man zwar das Passwort zur Pseudo-Telefonnummer +83_Kontonummer/login ändern, man erhält jedoch keinen Login und man wird bis zum Verfall des Accounts mit Werbe-E-Mails, von denen man sich wie vom Account der App selbst nicht einfach abmelden kann, überschüttet (subjektive Erfahrung, Ihre Erfahrung mit dem Anbieter kann anders sein).

Angebote per SIP-VoIP, jedoch nicht notwendigerweise per App[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonderformen einer Callingcard[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Telefonkarte der Telekom Deutschland GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezahlung über die benutzte Sonderrufnummer oder das Terminierungsentgelt einer anderen Rufnummer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bitte überprüfen Sie die unten genannten Angebote auf das Vorhandensein der dazugehörigen WWW-Dokumentation!

  • In prepaid-wiki.de vorgestelltes Angebot>>>
  • Alternativ gibt es Callthrough-Dienste über kostenpflichtige
    Sonderrufnummern, welche den Vorteil haben, dass sie ohne Anmeldung
    genutzt werden können:
  • Es gibt auch Dienste, bei denen man statt der teuren Sondernummern eine
    spezielle, tarifabhängig kostenlose Festnetznummer (wird von manchen Anbietern berechnet, z. B. hier>>> Liste>>>) benutzen kann:
    • www.klugtelecom.de für Estland und Frankreich (22.10.2019) unter der 0211-5399098. Dort antwortet ein
      Sprachcomputer, der auffordert, die Zielrufnummer einzugeben. Bezahlt
      werden muss nur das Gespräch nach Düsseldorf. Für die meisten
      Destinationen gibt es bei "Klug Telecom" allerdings 0180-1/3/5-Nummern, sowie eine 0900-1-Nummer (diese 40 ct/Min.).
    • http://www.010091.net/call-through.html unter der 02064-6274627. Nach Aufforderung die Zielnummer eingeben und die Eingabe mit der Rautetaste (#) abschließen. Weitere Einwahlnummern dieses Angebots: 01803 002697 und 01805 015422.

Angebote mit geographischer Festnetz- oder einer "Nationalen Teilnehmer"-(032-)Rufnummer, diese ist aber nicht obligatorisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die derzeit zugewiesenen Rufnummern von bellSIP, DCalling, NeXXtmobile und Tele33 (dabei Tele33 wegen der Ausrichtung auf Geschäftskunden nicht mehr in untenstehender Tabelle erwähnt) sind immer portierbar (z. B. regulär achtstellig in/unter 030, 040, 069 und 089 (andere Vorwahlenbereiche: siebenstellig)), wie sich das bei den leihweise bzw. gegen Gebühr erhältlichen Rufnummern von Teconisy in der Praxis darstellt, ist mangels eigener (prepaid-wiki.de-)Tests derzeit unbekannt. (Stamm-)Rufnummern, die die Mindestlänge in den Ortsnetzkennzahlenbereichen in Deutschland überschreiten sind nicht portierbar, da der Anbieter vorher alle Unterrufnummern kündigen müsste und dazu ist er einmal nicht berechtigt und dann würde ein Freihalten des Rufnummernbereichs den Vorteil der erhöhten Rufnummernvergabemöglichkeiten auf Seiten des Anbieters zunichte machen.

Name des Anbieters Abrechnungsart Herkunft zugeteilter Rnrn. Rufumleitung (CF) mit Nummer des Anrufers bei Rufnummernunterdrückung 1 Notruf 112/110 blockierbar? Parallelruf verfügbar ja/nein (Verhalten bei Rufnummernunterdrückung des Anrufers wie bei Rufumleitung) Anzeige sowohl von "echter" Rufnummer als auch der "gesetzten" (CNS) im darstellenden Display Übermittlung anschlussfremder Nummern (1: à 1 Nr. (mit tel. Ver.); 2: à 2 Nrn. (mit telefonischer Verifikation); 3: wie (2) (eig. o. verifizierte Rnr. immer dabei) und frei setzbare Nummer) Anrufer mit unterdrückter Nummer können bereits telecomseitig abgewiesen werden (ACR) Anrufbeantworter im Netz Einbindung (Zusammenführung) fremder SIP-Accounts möglich Tel. Erreichbarkeit unter Internetadressen (z. B. in der Form sip:a@sipload.com) Unterstützung von IPv6 Unterstützung Faxempfang über T.38 oder G.711 Sonstiges/Anmerkungen Name des Anbieters
AnWaDi.de TriluConnect prepaid Deutsche Telekom, wird dann in (Carrier Nummer: 10/350) überführt ohne angemietete Festnetznummer nicht vorhanden, wenn mit einer solchen: nein ja (1) wenn ohne eigene Rufnummer am Anschluss, ja (2) wenn mit eigener Rufnummer am Anschluss nein Bei eingestellter Rufnummernunterdrückung wird ganz klassisch die eingestellte CNS-Nummer telecomintern mitgeschickt. Nach 90 Tagen ohne kostenpflichtige Aktivität auf einem Anschluss wird dieser gekappt und das Guthaben kann zurückerhalten werden: "Inaktive Kundenkonten werden aus Gründen der Wirtschaftlichkeit nach 90 Tagen gelöscht." (Anmeldebestätigungs-E-Mail von AnWaDi.de/trilu.com) AnWaDi.de TriluConnect
bellSIP ohne angemietete Festnetznummer nicht vorhanden, wenn mit einer solchen: nein Bei eingestellter Rufnummernunterdrückung wird ganz klassisch die eingestellte CNS-Nummer telecomintern mitgeschickt. Es existiert ein Weitere-Kunden-Werbeprogramm, bei dem man Freiminuten erhalten kann. bellSIP
ClouFON ClouFON
DCalling prepaid Verizon ja nicht vorhanden nein nein ja(1) nein Erstaufladung (mind. immer 20 €) zum (dann kostenlosen) Erhalt einer Rufnummer unbedingt erforderlich. Weiterleitung auf 0800-Nummern zwar einrichtbar, wird dann jedoch nicht ausgeführt. DCalling
dus:net Nur prepaid oder prepaid und postpaid ja ja(?) ja dus:net
NeXXtmobile prepaid BT nein nicht vorhanden ja (solonumber.de-Ziel-Kontaktierung mit network provided number des Anrufers) nein 2 ja(1) ja 3 ja ja G.711 Einzelverbindungsübersicht für ausgehende und auch angenommene Anrufe, bei letzteren ebenfalls MCID möglich NeXXtmobile
Teconisy prepaid nicht vorhanden ja(1) Der Anbieter erhebt regelmäßige Gebühren i. H. v. einmalig 2,50€ und regelmäßig bereits 1,50€ pro Monat pro deutscher Rufnummer (ferner werden auf Wunsch weitere (Auslands-)Nummern zugewiesen), man muss aber keine Nummer bei ihm registrieren. Teconisy
Tele33 Tele33
Name des Anbieters Abrechnungsart Herkunft zugeteilter Rnrn. Rufumleitung (CF) mit Nummer des Anrufers bei Rufnummernunterdrückung 1 Notruf 112/110 blockierbar? Parallelruf verfügbar ja/nein (Verhalten bei Rufnummernunterdrückung des Anrufers wie bei Rufumleitung) Anzeige sowohl von "echter" Rufnummer als auch der "gesetzten" (CNS) im darstellenden Display Übermittlung anschlussfremder Nummern (1: à 1 Nr. (mit tel. Ver.); 2: à 2 Nrn. (mit telefonischer Verifikation); 3: wie (2) (eig. o. verifizierte Rnr. immer dabei) und frei setzbare Nummer) Anrufer mit unterdrückter Nummer können bereits telecomseitig abgewiesen werden (ACR) Anrufbeantworter im Netz Einbindung (Zusammenführung) fremder SIP-Accounts möglich Tel. Erreichbarkeit unter Internetadressen (z. B. in der Form sip:a@sipload.com) Unterstützung von IPv6 Unterstützung Faxempfang über T.38 oder G.711 Sonstiges/Anmerkungen Name des Anbieters

1 Bei "nein": stattdessen eigene Nummer
2 Nur die "echte"/network provided number.
3 Für den Anrufer kostenpflichtige Daueransage, alternativ dazu auf die Ortsvorwahl genau oder (Handynummern) bis auf die letzten vier Ziffern dargestellte Anrufernummern; Möglichkeit für MCID (siehe dieser Abschnitt)


Sonstige Angebote[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angebote mit zugeordneter Rufnummer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ist der Erhalt einer Rufnummer nicht obligatorisch, wird der Anbieter ausschließlich im vorhergehenden Thema aufgeführt.

Angebote mit geographischer Festnetz- oder Nationaler (032-)Rufnummer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

https://esim.me/ Falls der auf die eSIM eingespielte Tarif dieses Leistungsmerkmal besitzt.

Angebote mit Mobilfunkrufnummer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name des Anbieters Abrechnungsart Herkunft zugeteilter Rnrn. Rufumleitung (CF) mit Nummer des Anrufers bei Rufnummernunterdrückung 1 Notruf 112/110 blockierbar? Parallelruf verfügbar ja/nein (Verhalten bei Rufnummernunterdrückung des Anrufers wie bei Rufumleitung) Anzeige sowohl von "echter" Rufnummer als auch der "gesetzten" (CNS) im darstellenden Display Übermittlung anschlussfremder Nummern Anrufer mit unterdrückter Nummer können bereits telecomseitig abgewiesen werden (ACR) Anrufbeantworter im Netz Einbindung (Zusammenführung) fremder SIP-Accounts möglich Tel. Erreichbarkeit unter Internetadressen (z. B. in der Form sip:a@sipload.com) Unterstützung von IPv6 Unterstützung Faxempfang über T.38 oder G.711 Sonstiges/Anmerkungen Name des Anbieters
Satellite / Einstiegs-URL getsatelliteapp.com / interner Link>>> Prepaid (Appstore Google G Pay oder Apple (mit PLUS-Aufschalt-/Bezahlapp) Argon Networks UG 015678 (Telekom-Netzanzeige im SIP-Protokoll sagt "neon-networks.de") - nicht vorhanden nein - nein nein ja (abschaltbar, dann nur noch Meldung in satellite und kostenlose Rückmeldung beim Anrufer) nein nein unbekannt - Experimenteller SMS-Empfang (nur center-, nicht herkömmliche/Mobilfunk-SMS) durch Alphatestteilnahme (Chatbot benutzen!) möglich. Anrufe werden ans Handy/App über Google's CallKit signalisiert, ansonsten SIP. Satellite / getsatelliteapp.com
015888 und eSIM-SIM 015888 und eSIM-SIM
Name des Anbieters Abrechnungsart Herkunft zugeteilter Rnrn. Rufumleitung (CF) mit Nummer des Anrufers bei Rufnummernunterdrückung 1 Notruf 112/110 blockierbar? Parallelruf verfügbar ja/nein (Verhalten bei Rufnummernunterdrückung des Anrufers wie bei Rufumleitung) Anzeige sowohl von "echter" Rufnummer als auch der "gesetzten" (CNS) im darstellenden Display Übermittlung anschlussfremder Nummern Anrufer mit unterdrückter Nummer können bereits telecomseitig abgewiesen werden (ACR) Anrufbeantworter im Netz Einbindung (Zusammenführung) fremder SIP-Accounts möglich Tel. Erreichbarkeit unter Internetadressen (z. B. in der Form sip:a@sipload.com) Unterstützung von IPv6 Unterstützung Faxempfang über T.38 oder G.711 Sonstiges/Anmerkungen Name des Anbieters

Besonderheiten / Hinweise / Ausblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MCID[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Begriff "MCID" fasst man traditionell alle Techniken zusammen, die eine Identifizierung eines sogenannten "böswilligen" (malicious) Anrufers im PSTN (=Telefonnetz) ermöglichen oder vereinfachen. Zum Beispiel eines Klingelstörers (Dauerbetrieb eines Anrufbeantworters bei Nichtabheben erforderlich machend). Dies geht auf die Eigenschaft von bestimmten (v. a. polizeilichen) Behördenanschlüssen zurück, die immer in diesem Modus gefahren werden. Die anderen Anschlüsse haben diese Eigenschaft (der sofortigen Rufnummernanzeige bei oder nach einem mit dem Dienstmerkmal Rufnummernunterdrückung/CLIR abgesetzten Anruf) nicht und sind deshalb niedriger priorisiert und/oder geschützt. Man kann aber auch an diesen Anschlüssen prinzipiell eine Auskunft über böswillige Anrufe verlangen.

Stand der Dinge bei den Anbietern für Telefonie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die hier gemachten Angaben beruhen ausschließlich auf Nutzererfahrungen und erheben keinen Anspruch auf zeitliche Konstanz. Untenstehend erfahren Sie, welche Anbieter für SIP-VoIP zur Zeit die Anzeige einer unterdrückten Rufnummer ermöglichen. Bitte denken Sie daran, dass es sich bei den Angeboten in der Regel um Prepaidprodukte handelt und Sie eventuell keinen Anspruch auf Ihr (Rest-)Guthaben mehr haben, wenn Sie diesen Dienst, aus Jux und Dollerei etwa, missbrauchen (insbesondere durch die Provokation von "anonymen" Rückrufen bei unerwünschten Kontaktaufnahmen (Werbeanrufe, "Warnungen", ...)). Desweiteren ist zu berücksichtigen, dass die Anzeige der unterdrückten Nummer nicht bedeutet, dass der verwendete Telefonie-Anbieter weitere "Auskünfte" über die anrufende Person erteilen wird, wie dies im TKG für bestimmte Fälle (in einem "zu dokumentierenden Verfahren") vorgesehen ist, ebenfalls können trotz dem Feature einige wichtige oder essenzielle technische Details des Anrufs "durch die Lappen gehen".

Gesetzliche Grundlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MCID ist im §101 des TKG, aber auch im neuen TTDSG, hier u. a. §14 geregelt. Es obliegt bis auf die oben genannten Ausnahmen aber jeweils dem Einzelfall, ob ein PSTN-Teilnehmer dieses Feature bereitgestellt bekommt oder nicht. Insofern haben wir es hier bei den (I)TK-Angeboten "mit MCID" (also der Rufnummernanzeige trotz bei der Rufquelle erwünschter Unterdrückung) mit einer Nettigkeit zu tun, auf die nicht unfreundlich "gepocht" werden sollte - es gibt für Fälle der Notwendigkeit der Nutzung eines zweiten Anbieters auch die Möglichkeit von Parallelruf und/oder Anrufweiterleitung, welche beim jeweiligen Anbieter, ebenso wie die "Erklärung" einzelner Anruf-Vorgänge auf dem Telefonanschluss, erfragt werden können.

Entsprechende Features bei den hier und unter /Flatrate besprochenen SIP-VoIP-Anbietern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wieder dabei (Stand: 25.02.2022) und anscheinend das "Zugpferd" der Branche bei der Ermöglichung der Aufschlüsselung einiger als "privat"/anonymous gekennzeichneter Anrufe ist der Anbieter einfachvoip/NeXXtmobile. Dabei wird das "MCID" durch Anlegen einer solonumber.de Parallelrufnummer (z. B. auch einer ungültigen Nummer, etwa 089-000000) an den SIP-Accounts des NeXXtmobile-Anschlusses "scharf geschaltet". Es gibt aber auch ohne diese Konfigurationsspielart, einfach im Menü, die Möglichkeit, diese Anrufe alternativ zur Einstellung normale Darstellung entweder kostenpflichtig abzuweisen (Ansage, mit Verbindungsauslösung), oder mit der (Ortsnetz-)Vorwahl und 'X'-en (oder bei Handynummern vier 'X'-en am Ende) anzufordern.
  • Auch der Anbieter DCalling bietet die Darstellung auch von als unterdrückt (CLIR) ge'flag'ter Rufnummern am eigenen Anschluss (im SIP-Protokoll, etwa bei Fritz!Boxen nur sichtbar im Bericht der Box, z. B. bei ZOIPER als Rufnummer in Klammern, bzw. dann separat unter "Anrufdetails" (network provided number-Zusatzinformation aus SIP-Dialog)) an.

Ergänzend gibt es noch folgende Features (keine Callingcard-Anbieter):

  • Der Anbieter R&M SimplyTechnologies GmbH lässt in seinem Privatkundenprodukt http://www.simply-connect.de die Anzeige der Anrufe inklusive auch einer unterdrückten Rufnummer in der Anrufliste zu (gilt auch für die E-Mail-Benachrichtigungen des Anrufbeantworters) (zusätzlich Anzeige von network provided number / "überlagerten Rufnummer" neben der user provided number bei CNS-Anrufen (zwei Nummern) am Endgerät, außer auf dem Anrufbeantworter, hier nur die user provided number bei CNS). Schickt das Herkunftsnetz zwei gefüllte Rufnummern-Felder (z. B. Satellite, hier mutmaßlich "anonymous"-o.-a.-Vermerk/Feld zusätzlich zum CLIR-flag (auch bei Telefónica Germany Mobilfunk)), so stellte Simply-connect schon immer die "unterdrückte" Rufnummer (dabei die network provided number) direkt an jedem Anschluss dar (das Feld überlagernde Rufnummer/"Name" bleibt dabei leer). Im SIP-Protokoll (z. B. DEBUG-Funktion bei der Windows-Software PHONER(LITE) benutzen) ist auch bei allen anderen CLIR-flag-gesetzt-Anrufen die Rufnummer am Anschluss des Kunden sichtbar, zusätzlich in der Fritz!Box als network provided number (andere Endgeräte: ggf. CNIP-Feld/Zusatzinformation) durch hoover'n (Darüberfahren) mit dem Mauszeiger in der Anrufliste.
    Neuerdings werden die Anschlüsse von simply-connect.de auch unter simply-connect.net (Login mit vollem Kundenloginnamen und Passwort) administriert. Hier gibt es u. a. wieder das (frühere Adobe FLASH-)Popup bei einem eingehenden Anruf, das Aktualisieren der Anrufliste während des Anläutens eines Anrufers statt nach diesen Vorgängen bewirkt jedoch keine Anzeige von dessen Rufnummer in dieser mehr.
    • Ebenfalls im PLANNET-Verbund ist der (Auch-) Callingcard-Anbieter "Tele33". Hierbei werden CLIR-Anrufe mit zwei (!) gefüllten Rufnummernfeldern zuverlässig im Klartext am Endgerät signalisiert. Der Login ist für Bestandskunden (Stand/Abruf: 16.06.2022) nach einer Unterbrechung der Onlinedienste (außer Telefonie) :früherer Behelfs-Link: wieder auf die alte Adresse www.tele33.de gelegt worden, desweiteren scheint eine Neuanmeldung per Formular wieder möglich zu sein.

Entsprechende Features bei Prepaid Mobilfunk, offizielles MCID bei weiteren SIP-VoIP-Anbietern (kein Anspruch auf Vollständigkeit der Liste)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vodafone: Auch CallYa-Kunden, siehe https://www.vodafone.de/infofaxe/287.pdf
  • Sipload: Sei technisch möglich, jedoch Nachweise der Belästigung zum Erhalt notwendig (Quelle: Kundenanfrage von Prepaid-wiki.de-Nutzer 'Rrr56' im Jahr 2021, letztendlich aber unverbindlich beantwortet)

Verwandte Themen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die P-Asserted-Identity ist die überlagernde (neben der "zweiten") Rufnummer bei einem Anruf von einem Anschluss mit mehreren Nummern oder per CNS aus. Zum Beispiel wird bei einem Anruf von vielen Anlagenanschlüssen aus (Durchwahlen am Anschluss) die Rufnummer des rausrufenden Platzes (auch "user provided number" genannt) und die von dieser überlagerte ("network provided number") Stammnummer mit der zentralen Durchwahl [~-0] zur Anrufsenke übermittelt. Oder man kann eine beliebige Absenderrufnummer setzen. Bei CLIR-Anrufen wird seltener eine P-Asserted Identity übermittelt, aber auch das ist theoretisch möglich, besonders wahrscheinlich ist dies bei Anrufweiterleitungen, die eine Weiterleitendes-System-Nummer im Feld P-Asserted-Identity stehen haben (die Rufnummer des weitergeleiteten Anschlusses kommt hierbei im "From:"-Feld mit). Diese Anrufe können von den hier behandelten MCID-Verfahren (die drei Anbieter/Produkte, Stand 17.03.2022, DCALLING, Simply-Connect, sowie NeXXtmobile) nicht aufgeschlüsselt werden, hierbei wird ausschließlich die P-Asserted-Identity in der MCID transportierenden Information (Display) angezeigt.
  • Die SprachBox "SprachBox im Netz der Deutschen Telekom" des Anbieters Telekom Deutschland GmbH übermittelt, wenn man in ihr einen Rückruf zu einem dort aufsprechenden Anrufer initiiert, lediglich die Rufnummer 0800-33024242. Die eigentliche Rufnummer wird dabei nicht übermittelt. Dies kann hinsichtlich MCID vorteilhaft sein, nämlich, dass man wenn man eine fake-Rufnummer zurückruft, seine eigene Rufnummer verbirgt, es besteht jedoch auch Missbrauchsgefahr durch Sich-selber-auf-der-eigenen-SprachBox-anrufen und dann von dieser aus komplett anonym, quasi mit "erweitertem CLIR", an den betroffenen Anschluss "zurückrufen". Mutmaßlich hat die Firma Deutsche Telekom AG / Telekom Deutschland GmbH nicht in Betracht gezogen, dass über diesen Weg telefonische Belästigung erfolgen kann, oder sie vertraut auf das eigene Sicherheitssystem ("erweitertes MCID"), das dem Endverbraucher jedoch nicht zur Verfügung steht.
  • Man erhält bei Einstellung einer Tele33-Rufnummer an einem Vodafone Internetprodukt-Festnetz-Anschluss als Weiterleitungsziel die Rufnummer eines mit Dienstmerkmal CLIR anrufenden Teilnehmers, während dessen Direktanruf auf die Tele33-Rufnummer (statt der weiterleitenden Vodafone-Netz-Rufnummer) ohne Anzeige der Rufnummer bleibt. Auch berichtete fonial in einer Kundensupportmail an prepaid-wiki.de-Nutzer 'Rrr56' davon, dass bei Weiterleitungen anonymer Anrufe zwei Nummern mitgeschickt werden, davon eine zu fonial gehörende der Zuordnung dienende Kennung im Feld P-Asserted Identity / user provided number (diese wird dann an den zur Zeit bekannten MCID ohne weitere Schritte oder Einleitung unterstützenden Anleitung angezeigt). So wie dies gesetzlich vorgeschrieben sei. Deshalb wird hier keine Garantie für "Erweitertes CLIR" übernommen (die zur Verifizierung der bei einigen Callingcard-Anbietern vorhandenen Features notwendigen Eigenschaften des bei prepaid-wiki.de verfügbaren MCIDs reichen leider nicht aus).