Rufumleitung
RUL ist ein Akronym und steht für Rufumleitung.
Dabei wird der ankommende Anruf sofort umgeleitet. Die Rufumleitung unterscheidet sich von den anderen im alten ISDN der Firma Deutsche Telekom AG so genannten "Anrufweiterschaltungen", da es sich bei einer Anrufweiterschaltung nach einer gewissen Zeit oder einer durch Nichterreichbarkeit ausgelöst um eine Weiterleitung vom Rufziel aus weg handelt.
Eine kostenfreie netzinterne Rufumleitung ist bei allen CallYa-Tarifen in das Netz von Vodafone und (historisch) bei fast allen Tarifen von Xtra (in das Netz von Telekom) (neuere Xtra- und Magenta-Tarife nur noch) zu Mailboxen möglich. Ein paar Vodafone-Discounter - zum Beispiel BILDmobil - bieten ebenfalls Rufumleitungen innerhalb des Vodafone-Netzes kostenlos an. Marke-Congstar-Karten haben ebenfalls die Möglichkeit integriert, ins Telekommobilboxsystem direkt (z. B. durch Vorwahl-infix-Rest_der_Rufnummer) weiterzuleiten (Congstar-Marken ja!mobil und PENNYmobil gleichermaßen, desweiteren NORMA Connect), bei KAUFLAND schlug dieser "Trick" jedoch fehl und es fielen Kosten beim Weiterleitenden wie für eine durch eigenen Anruf hergestellte Verbindung an. Die meisten anderen Mobilfunkanbieter rechnen (andere) Rufumleitungen aber wie ein normales Gespräch zum Umleitungsziel (ohne Flatrate) ab.
Laut einer EU-Verordnung müssen direkte (=sofortige) Rufumleitungen zur Flat-inkludierten Mailbox im EU-Ausland kostenlos sein.
Es fällt für den die Rufumleitung realisierenden Anbieter (egal ob Mobilfunk oder Festnetz) bei anschließender Annahme des weitergeleiteten Rufs (egal auf welche Art und Weise) stets das gesetzlich vorgesehene Terminierungsentgelt an. Hierbei können durch weitergeleitete Anrufe aus dem Ausland beim weiterleitenden Anbieter nach einer E-Mail-Auskunft eines der infrage kommenden SIP-VoIP-Telefonie-Anbieter Mehrkosten entstehen, weshalb die kostenlose Weiterleitung bzw. die Inkludierung dieser Anrufvorgänge in eine Flat in der Praxis meistens den Vollsortimentern (z. B. Deutsche Telekom DSL, Vodafone Kabel) in deren kalkulierten fixed line / access-included-Angeboten vorbehalten bleibt.
Rufumleitungen werden über GSM-Servicecodes programmiert. Die speziellen Rufumleitungsbefehle sind :hier: zu finden.
Leitet man vom Mobilfunk an eine andere Rufnummer weiter (in allen o2 Prepaid-Tarifen und auch bei den Prepaidmarken der Telefónica Germany nicht möglich (Stand: 18.03.2026)), wird bei den Anrufen die Nummer (bzw. die Rufnummern) des Anrufers, wie es das TKG vorschreibt, 1:1 an das Anrufziel übertragen. Dies gilt auch für Anrufe, bei denen der Anrufer seine Rufnummer unterdrückt (kommt im Netz 1:1 mit, jedoch dann als unterdrückte Rufnummer raus und/oder in die Anrufliste, es sei denn das Weiterleitungsziel ist ein für sogenanntes "MCID" befähigter Anschluss). Bei VoIP ist dies manchmal anders (insbesondere bei den sogenannten "Trunk"-Anschlüssen), hier kann der (Trunk-) Nutzer bei Weiterleitung von Anrufen mit unterdrückter Rufnummer (sog. CLIR) die eigene weiterleitende Nummer nicht vor dem Weiterleitungsziel verbergen.