Der Londoner Tech-Hersteller mischt den Smartphone-Markt erneut auf und schickt mit der neuen Phone (4a)-Serie zwei vielversprechende Mittelklasse-Geräte ins Rennen. Mit dem Phone (4a) und seinem großen Bruder, dem Phone (4a) Pro, möchte das Unternehmen die Lücke zwischen bezahlbarer Technik und Premium-Features weiter schließen. Auffälliges Design, enorm helle Displays und eine für diese Preisklasse ungewöhnliche Kamera-Ausstattung sollen die Käuferschaft überzeugen. Doch hält das Datenblatt, was es verspricht?
Rein optisch bleibt der Hersteller seiner transparenten Linie treu. Das Phone (4a) Pro präsentiert sich mit einem schlanken Aluminium-Unibody und einer Bautiefe von knapp acht Millimetern als das bislang dünnste Modell der Marke. Auf der Rückseite blinkt das markante Glyph-Interface, das im Pro-Modell aus 137 Mini-LEDs besteht und Benachrichtigungen spielerisch visualisiert. Das Standardmodell setzt auf 63 LEDs, übertrumpft das Pro aber paradoxerweise bei der reinen Spitzenhelligkeit der Leuchtelemente. Kritisch anmerken muss man die etwas kuriose Wasser-Zertifizierung: Ein IP65- beziehungsweise IP64-Schutz gepaart mit der Angabe, das Gerät halte „25 Zentimeter Wassertiefe für 20 Minuten“ aus, wirkt eher wie ein Marketing-Gag als ein verlässlicher Schutz für den echten Tauchgang. Für den nächsten Regenschauer dürfte es dennoch problemlos ausreichen.
Bei den Bildschirmen kleckert man nicht, sondern klotzt ordentlich: Das 6,83 Zoll große AMOLED-Panel des Pro-Modells liefert eine beachtliche Bildwiederholrate von 144 Hz und eine geradezu absurde Spitzenhelligkeit von bis zu 5.000 Nits. Das reguläre (4a) steht dem mit 120 Hz und 4.500 Nits bei 6,78 Zoll kaum nach. Geschützt werden beide Displays durch das kratzfeste Corning Gorilla Glass 7i.
Unter der Haube arbeiten Prozessoren aus dem Hause Qualcomm. Während das Phone (4a) Pro von einem flotten Snapdragon 7 Gen 4 angetrieben wird, sorgt im Basismodell der leicht abgespeckte Snapdragon 7s Gen 4 für den Takt. In Kombination mit dem schnellen UFS 3.1-Speicher dürften alltägliche Aufgaben, Multitasking und selbst aufwendigere Mobile-Games absolut flüssig über den Bildschirm wandern.
Die wirkliche Überraschung findet sich jedoch auf der Rückseite. Beide Modelle verbauen eine 50-Megapixel-Periskop-Telekamera mit 3,5-facher optischer Vergrößerung. Das Pro-Modell rühmt sich gar mit einem bis zu 140-fachen digitalen Zoom. Hier sollten Sie allerdings realistisch bleiben: Ein 140-facher Digitalzoom führt in der Praxis meist zu purem Pixelmatsch. Dennoch ist eine echte Periskop-Linse in diesem Preissegment eine absolute Seltenheit und ein echter Mehrwert für Porträt- und Landschaftsfotografen. Unterstützt wird das Setup von einer 50-MP-Hauptkamera (mit optischer Bildstabilisierung bei beiden Modellen) sowie KI-basierten Optimierungen für bessere Kontraste und Schatten.
Ausgeliefert wird die Serie mit dem auf Android 16 basierenden Nothing OS 4.1. Die Benutzeroberfläche bleibt erfreulich aufgeräumt und wird durch zahlreiche KI-Werkzeuge ergänzt, die beispielsweise bei der geräteübergreifenden Suche helfen. Der Hersteller verspricht drei Jahre lang Android-Updates und stattliche sechs Jahre Sicherheitspatches. Das ist ein solider Wert, wenngleich Branchenprimus Samsung hier bei einigen Geräten bereits mehr bietet.
Mit Strom versorgt werden die Smartphones durch einen 5.080 mAh großen Akku, der sich dank 50-Watt-Schnellladetechnologie in einer halben Stunde zu 60 Prozent füllen lässt. Vorbildlich zeigt sich das Unternehmen zudem beim Thema Umweltschutz: Der CO2-Fußabdruck wurde auf rund 50 Kilogramm gedrückt, die Verpackung kommt fast vollständig ohne Plastik aus und es kommen vermehrt recycelte Metalle zum Einsatz.
Besonders interessant wird es zum Verkaufsstart. Wer schnell ist, kann ordentlich Geld sparen. Am 21. März veranstaltet das Unternehmen sogenannte Community-Drop-Events in Berlin, Salzburg und Zürich. Hier wird das Phone (4a) Pro in der großen Speichervariante (12 GB RAM, 256 GB Speicher) zum Preis der kleineren Version für lediglich 479 Euro angeboten. Als lukrativen Bonus gibt es die hauseigenen In-Ear-Kopfhörer „Headphone (a)“ kostenlos obendrauf – eine Ersparnis von insgesamt über 200 Euro. Weitere Informationen zu den Geräten und den genauen Event-Standorten finden Sie direkt auf der offiziellen Webseite von Nothing.
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