Der Münchner Regionalanbieter M-net hat auf seinem Neujahrsempfang den Kurs für 2026 abgesteckt. Nach einem wirtschaftlich stabilen Vorjahr liegt der Fokus nun eindeutig auf der Verdichtung und Erweiterung des eigenen Glasfasernetzes (FTTH). Dabei geht es nicht mehr nur um die großen Ballungsräume, sondern auch um prestigeträchtige Randgebiete und massive Bandbreiten, die heute noch wie Zukunftsmusik klingen.
Während viele Anbieter über den Ausbau reden, schafft M-net Fakten in der Fläche. Besonders symbolträchtig: In Oberstdorf wurden Ortsteile erschlossen, die nun die südlichsten Glasfaser-Anschlüsse Deutschlands beherbergen. Doch auch in der Masse passiert etwas. In Erlangen beispielsweise erhalten rund 9.000 Wohneinheiten der GEWOBAU direkten Zugang zum schnellen Netz.
Interessant ist zudem die Strategie, über die bayerischen Landesgrenzen hinauszublicken. Im hessischen Main-Kinzig-Kreis ist M-net mittlerweile ebenfalls aktiv. Hier setzt das Unternehmen auf Open-Access-Kooperationen. Das ist ein wichtiges Signal an den Markt: Statt unwirtschaftlichem Doppelausbau werden Netze zunehmend geteilt, um schneller mehr Kunden zu erreichen.
Technologisch prescht M-net mit dem Tarif „Internet 5000“ vor. Privatkunden können hier bis zu 5 Gbit/s im Download buchen. Brauchen Sie das heute schon für Netflix oder Homeoffice? Vermutlich nicht. Doch M-net argumentiert hier langfristig: Die Datenmengen durch Cloud-Dienste, KI-Anwendungen und Augmented Reality werden explodieren. Wer jetzt die Infrastruktur legt, ist für die kommenden Jahre gerüstet. Wer prüfen möchte, ob die eigene Adresse bereits versorgt ist, findet dies direkt auf der Webseite von M-net heraus.
Dass der Ausbau kein reines Privatvergnügen der Telko-Branche ist, machte Hansjörg Durz (MdB) auf dem Empfang deutlich. Als Vorsitzender des Ausschusses für Digitales und Staatsmodernisierung betonte er, dass eine souveräne digitale Infrastruktur essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sei.
In der anschließenden Expertenrunde war man sich einig: Glasfaser muss den gleichen Stellenwert wie Strom oder Wasser erhalten. M-net reagiert darauf nicht nur mit Leitungen, sondern baut am Standort München auch eigene Kapazitäten für Rechenzentren aus, um Geschäftskunden Datensicherheit „Made in Bavaria“ zu bieten. Für Endkunden bleibt die Entwicklung positiv: Der Druck auf andere Anbieter wächst, ebenfalls echte Glasfaser bis in die Wohnung zu legen, statt sich auf alten Kupferleitungen auszuruhen.
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