Anbieter

Handyporto ist eine Dienstleistung der Deutschen Post AG.
Charles-de-Gaulle-Straße 20
PLZ/Ort: 53113 Bonn
Telefon: +49 / (0) 228 / 18 20
Webauftritt: www.post.de

Hinweise Ihrerseits

Sie haben Informationen über diesen Service, die hier noch nicht bekannt sind? Dann bitte schnell eine kurze Mitteilung via Kontaktformular (auch für Nicht-Mitglieder)

Details

Es können zu den angegebenen Preisen per Handyporto nur Standard-Briefsendungen sowie Postkarten verschickt werden. Standardsendungen haben etwa die maximalen Ausmaße eines C6-Lang-Briefumschlages, sind maximal 5 mm dick und wiegen nicht mehr als 20 Gramm. Postkarten dürfen keinen Umschlag haben, nicht größer als C6-Briefumschlag sein und nicht schwerer als 10 Gramm.

Dieser Service wird derzeit von E-Plus, Vodafone, O2 und Telekom unterstützt. Keineswegs funktioniert der Service aber bei ring Mobilfunk, vistream, GTCom und bei Anbietern, die im Prepaid-Bereich keine Premium-SMS-Dienste zulassen (z.B. klarmobil). Damit der Service funktioniert, muss die Karte Premium-SMS unterstützen. Bei Vodafone und dessen Discount-Marke o.tel.o z.B. wird diese Funktion erst nach der ersten Aufladung freigeschaltet (Es reicht auch eine Überweisung von 1 Cent, mehr Info unter Überweisung Vodafone). Bei Providerkarten von der Telekom (z.b. Xtra) funktioniert das Handyporto im Gegensatz zu Original Netzbetreiberkarten offenbar auch nicht immer. So berichtet ein Leser, dass bei debitel die Anforderung mit der Rückmeldung "Die Abrechnung wurde vom Anbieter verweigert." angelehnt wird. Die gesendete SMS an die 22122 wird allerdings dennoch berechnet.

Dabei kann man durch eine SMS an die 22122 einen 12-stelligen Portocode empfangen. Diesen Code schreibt man an die Stelle des Briefes, wo man die Briefmarke hinkleben würde. Dabei ist zu beachten, dass jeweils 3 Zeilen aus 4 Zahlen aufzuschreiben sind.

Die Post macht beim Handyporto nur ihren Dienstleistungspreis bekannt. Die 22122 gilt als Mehrwert-SMS-Nummer (Kurznummer) und die Transportleistung, also das reine Abschicken dieser Anforderungs-SMS kann je nach Anbieter einen teuren SMS-Tarif kosten, der unverständlicherweise nicht im Gesamtpreis enthalten ist.

Man kann auch die 22122 telefonisch anrufen und wird mit einem Sprachsystem mit DTMF-Tonsteuerung verbunden. (1= Brief, 2= Postkarte) Die anteiligen Anrufkosten z.b. von Vodafone-Callya 5/15 aus betragen nur 5 Cent, der Gesamtpreis für einen Standardbrief beträgt somit exakt 1,00 Euro. In diesem Beispiel ist die Anforderung per Sprachcomputer billiger als per SMS. Das Handyporto wird einem in diesem Fall ebenfalls per SMS zugeschickt. (Angaben allesamt ohne Gewähr.)

Beispiel
3984
4763
1343

Porto-Code für: Standardbrief Postkarte
SMS-Inhalt Brief Karte
Preis in Cent ¹ 95 85

¹ zzgl. Transportleistung des Mobilfunkanbieters


Damit liegt der Preis 40 Cent über dem Normalpreis für Briefmarken. Gleichwohl interessant ist das Handyporto aber auch für Leute, denen an einer gewissen Nachvollziehbarkeit des Versands gelegen ist. Im Unterschied zu normalen Briefsendungen werden nämlich (laut einer hier noch nachzureichenden teltarif-Quelle) solche mit Handyporto im Briefzentrum aussortiert, der Code per Hand geprüft und eine "echte Frankierung" als zu der Handyportonummer korrespondierendes Label auf die Sendung nochmals aufgebracht. Für dem Mehrpreis bekommt man also auch ein Mehr an Leistung "unsichtbar im Hintergrund".

Damit aber ist die Sendung in einer Datenbank erfasst, denn der Code muss gegen nochmalige Verwendung ja gesperrt werden. Es existiert somit ein Datensatz, dessen Existenz beweist, dass eine Sendung mit dieser Nummer in den Verantwortungsbereich der Post gelangt ist.

Es ist noch nicht abschliessend geklärt, inwieweit solche Sendungen prinzipiell auch als pfiffiger Ersatz für das viel teurere Einwurf-Einschreiben geeignet sind, wenn es nur um die Tatsache des Versands an sich und nicht weitere Eigenschaften des Einschreibens (wie z.B. Beweis des Zugangs der Sendung oder Versicherung des werthaltigen Inhalts) geht. Auf jeden Fall gibt es aber bei solchen Sendungen nicht die übliche Haftung der Post bis 25 € für Einschreibebrief, sowie 20 € für Einwurfeinschreibebrief.

Im Gegensatz zu vorherigen Vermutungen ist allerdings ein Praxisbeispiel bekannt, in denen ein mit Handyporto verschickter Brief laut Empfänger nie angekommen ist. Ein entsprechender Nachforschungsauftrag bei der Deutschen Post (mit deutlichem Hinweis auf die vom Vorredner beschriebene Nachforschungsmöglichkeit) wurde nach mehreren Wochen jedoch als "Verbleib der Sendung nicht zu ermitteln" abgeschlossen. Auch auf Nachfragen hin wurde der Umstand der Nachprüfbarkeit nicht erwidert und der Nachforschungsauftrag mit negativem Ergebnis eingestellt. Einen Ersatz zu einem Einschreiben kann also das Handyporto leider nur in der Theorie darstellen, in der Praxis ergibt sich - außer der flexiblen Nutzbarkeit - keinerlei Vorteil zu dem deutlich preiswerterem Standardprodukt Briefmarke.

Gültigkeit

Laut Informationen der Kundenbetreuung ist das Handyporto bis zur Entwertung unbegrenzt gültig.

abweichende Preise

Prepaidkarte Bestellmethode Gesamtkosten
Brief
Gesamtkosten
Karte
CallYa 5/15 Anruf 1,00 0,90
CallYa 5/15 SMS 1,14 1,04
Xtra Click Anruf 1,35 1,25
Xtra Click SMS 1,07 0,97
mobilcom Xtra Card SMS 1,07 0,97
ALPHATEL Xtra Nonstop 1,07 ???
Time&More SMS 1,15 1,05
BILDmobil SMS 1,09 0,99
blau Einheitstarif SMS 1,04 0,94
blau Einheitstarif Anruf 1,24 1,14
congstar Anruf 1,34 ???
congstar SMS 1,07 ???
o.tel.o SMS 1,04 0,94
Time&More PREPAID SMS 1,15 1,05
Time&More PREPAID Anruf 1,24 1,14
LOOP Classic alt SMS 1,14 Cent 1,04 Cent
LOOP Classic alt in Happy Hour SMS 1,04 Cent 0,94 Cent

alternative Möglichkeiten zum Erwerb

  • Nach Informationen eines Lesers besteht neuerdings auch die Möglichkeit, an ausgwählten Zigarettenautomaten in Deutschland Handyporto zu kaufen. Zu

erkennen sind die betreffenden Automaten an einem gelben "Deutsche Post" Aufkleber.

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